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Gefahren
von Referate-, Hausaufgaben- und Textbörsen im Internet
Eine
Information des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und
Kultus |
Internetseiten, auf
denen Referate, Facharbeiten und Hausaufgaben getauscht und
herunter geladen werden können, erfreuen sich seit Jahren großer
Beliebtheit unter Schülerinnen und Schülern. Neben der Möglichkeit
der Materialbeschaffung bieten diese Seiten oft auch Gelegenheit
zum Austausch mit anderen Schülern in Foren. Von einer Bindung
vieler Kinder und Jugendlicher an diese Seiten kann ausgegangen
werden.
Seit einigen Monaten ist jedoch verstärkt zu
beobachten, dass gerade die bekanntesten dieser Seiten so genannte
„Dialer“ installiert haben. Dialer sind kleine Programme, die
sich unbemerkt auf dem PC installieren und eine kostenpflichtige
Telefonverbindung aufbauen. Bei der Aktivierung eines Dialers können
auf einzelnen Seiten Verbindungspreise von etwa 30 € pro
Verbindung oder mehreren Euro pro Minute fällig werden.
Das Mehrwertdienste-Gesetz schützt Verbraucher vor
unseriösen Angeboten, die in der Vergangenheit zu sehr hohen
Telefonrechnungen bei Verbrauchern geführt haben, indem es u.a.
eine Pflicht zur Preisangabe und einen Kostenrahmen vorsieht. Dies
befolgen die Anbieter von Hausaufgaben-, Text- und Referateseiten
u.a. dadurch, dass sie die hohen Verbindungspreise auf ihrer Seite
angeben. Allerdings sind diese oft bewusst unauffällig platziert
und zudem so schwer lesbar, dass Jugendliche sie bei der Benutzung
der Seite leicht übersehen. Die Installation des Dialers wird in
der Regel durch die Eingabe der Buchstaben „OK“ in ein Feld
aktiviert, das dem jugendlichen Nutzer einen einfachen und
sicheren Zugang zu den Angeboten der Seite vorgaukelt. In Einzelfällen
muss vor der Nutzung des Angebots ein Passwort mit einer
Kurznachricht (SMS) angefordert werden, die ebenfalls zu
vergleichsweise hohen Kosten führen kann.
Laut Aussagen der Verbraucherzentrale Bayern und
Erfahrungen einzelner Schulen hat die Benutzung dieser an
Jugendliche gerichteten Internetangebote bereits in mehreren Fällen
hohe Kosten für Familien verursacht.
Andere bei Schülerinnen und Schülern beliebte
Internetangebote sind zwar kostenfrei, verlangen aber von den Schülern
die Eingabe persönlicher Daten (z.B. Alter, Geschlecht) zur
Vergabe eines Passwortes. Schülerinnen und Schülern sollten
daher die Gefahren des Datenmissbrauchs erklärt werden.
In zahlreiche Angebote ist Werbung mit für Kinder
und Jugendliche problematischen Inhalten integriert. Die
gesichteten Werbebanner enthielten mitunter anzügliche
Fotografien, Hinweise auf Singlebörsen und Links zu kommerziellen
Angeboten aller Art.
Eltern kann geraten werden, ihre Kinder auf das
Kostenrisiko hinzuweisen bzw. die Benutzung von kostenpflichtigen
0190-9er-Nummern, der sich diese Anbieter bedienen, beim eigenen
Telefonanbieter sperren zu lassen.
Informationen zum Schutz vor Dialern sind auch im
Internetangebot der bayerischen Polizei unter der folgenden
Adresse einsehbar: www.polizei.bayern.de/ppmuc/schutz/ |
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